Musik im Dienst der Völkerverständigung - MGV Flonheim - MGV Flonheim

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Musik im Dienst der Völkerverständigung

Herausgegeben von Allgemeine Zeitung Alzey in Pressenotiz · 28/5/2013 09:26:13



NIKOLAIKIRCHE Ungarisches Tomkins-Ensemble begeistert bei Konzert zusammen mit heimischen Chören

ALZEY - „Musik ist die einzige Sprache der Welt, die nicht übersetzt werden muss.“ Wie wahr dieser Satz ist, konnte in der Nikolaikirche erfahren werden. Es gastierte das Tomkins-Ensemble aus Ungarn. Eine Formation, die ein Konzert bot, das so schnell nicht vergessen wird. Ganz gleich, was der Chor aus Budapest auch sang, die Sängerinnen und Sänger begeisterten vor allem mit einer fein gesponnenen Melodik.

Da wechselten impulsive Tonschöpfungen mit ruhigen, fast zärtlichen Interpretationen. Abgrundtiefen Bässen standen helle Soprane gegenüber. Dirigent Janos Dobra zeigte mit seinem Chor verschiedene Klangfarben. Mit Inbrunst und Andacht wurden die russisch-liturgischen Gesänge dargeboten. Ungarische Volksliederbearbeitungen erfuhren ebenso viel Beifall, wie die sehr dynamisch bewegten Spirituals. Das Konzert entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Förderverein Kultur und Bildung und dem Kreischorverband Alzey. Der Vorsitzende des Fördervereins, Hans Peter Köhler: „Wir feiern mit diesem Singen 20 Jahre deutsch-ungarische Freundschaft und stellen die Musik in den Dienst der Völkerverständigung.“ Karl-Heinz Knierim erinnerte an das erste Konzert mit dem Tomkins-Ensemble im Jahre 1993 aus Anlass des 40-jährigen Bestehens der damaligen Kreisvolkshochschule. Stadtbeigeordneter Heiko Sippel erinnerte daran, dass die Ungarn durch Öffnung ihrer Grenzen die deutsche Wiedervereinigung in Gang setzten. „Wir Deutsche dürfen diesen freundlichen Akt jüngster Geschichte nie vergessen“, so Sippel.

Viel Beifall erhielten beim Konzert in der Nikolaikirche auch die beteiligten Gesangvereine. Petra Busch leitete den Volkschor Alzey, etwa bei der deutschen Fassung des Gefangenenchores aus der Oper „Nabucco“. Es folgte „Blutrote Rosen blühn in meinem Garten“ von Wilhelm Heinrichs und „Du kamst, du gingst“. Eine Überraschung im Lied: „Bei Intrada a capella“ erklang ein Lied mit wenig Text, aber viel Rhythmus.

Uwe Deller dirigierte den MGV 1844 Flonheim bei „Die Nacht“ von Franz Schubert, dem sich ein lautmalerisches „Shenandoah“ anschloss. Der Gospel: „Every time I feel the spirit“, arrangiert vom Dirigenten Deller, lebte auch durch die klare Solo-Stimme von Patrick Schobel.

Karl-Heinz Knierim erinnerte noch an den gemeinsamen Workshop im Kardinal-Volk-Haus mit dem Chor aus Ungarn. Walter Fröbisch vom Kreischorverband empfand das gemeinsame deutsch-ungarische Singen als „wunderbare und wichtige Sache“. Im Kirchenraum durfte abschließend das Lied: „Kein schöner Land“, strophenweise abwechselnd mit den beteiligten Chören gesungen werden, die sich im Chorraum und auf der Empore platziert hatten. Lang anhaltender Beifall krönte das außergewöhnliche Musikereignis mit drei Chören.



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