Texte - MGV Flonheim

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Vereinschronik


Aus der Geschichte des Männergesangvereins 1844 Flonheim


Wenn der Männergesangverein Flonheim heute sein 125-jähriges Vereinsjubiläum feiert, so verdankt er dies einzig und allein dem Dorflehrer Karl Schmidt und weiteren 29 Flonheimer Ortsbürgern die im März des Jahres 1844 die Vereinsgründung vornahmen. Lehrer Schmidt war es auch der vom Gründungstage an  bis zum Jahre 1866, die Vereinsführung als Präsident und Schriftführer, sowie die ehrenamtliche Stabführung übernahm. Die Gesangstunden wurden in der Schule abgehalten und konnten von den Einwohnern gegen Zahlung eines Eintrittsgeldes besucht werden.
Ab dem Jahre 1848 wurden Neuaufnahmen, infolge großen Andrangs, nur noch durch Kugelungen vorgenommen. Von 1854 an gab es dann aktive und inaktive Mitglieder, deren Beitrag monatlich 6, bzw. 9 Kreuzer betrug. Ferner musste von da an jeder Neuaufgenommene 48 Kreuzer Aufnahmegebühr bezahlen.Anfang des Jahres 1866 verstarb der Vereinsgründer Lehrer Karl Schmidt. In der hierauf folgenden Generalversammlung vom 13. März 1866 wurde beschlossen, durch freiwillige Spenden dem Verstorbenen ein Grabmal zu errichten. Gleichzeitig wurde in dieser Generalversammlung Peter Gilfrich zum Präsidenten und Lehrer Philipp Metzger zum Dirigenten gewählt.  Der Verein hatte zu diesem Zeitpunkt 109 Mitglieder.
lm Jahre 1869 wurde das erste Sängerfest, aus Anlass des 25-jährigen Vereinsbestehens, abgehalten. Als Festmusik wurden hierfür 15 Mann des Leibregiments Worms verpflichtet. im Jahre 1874 nahm der Verein in Bechenheim erstmals an einem auswärtigen Gesangswettstreit teil. Das zweite Sängerfest fand im Jahre 1887 statt, welchem im Jahre 1894 das 5O-jährige Vereinsjubiläum, verbunden mit Fahnenweihe folgte. Ein weiteres Sängerfest fand im Jahre 1904 statt.Dann brach im Jahre 1914 plötzlich der 1. Weltkrieg aus. Jede Gesangstätigkeit war währenddessen erloschen, da die meisten Sangesbrüder ins Feld ziehen mussten.12 Mitglieder unseres Vereins mussten hierbei ihr Leben lassen und kehrten 1918 nicht mehr in unsere Reihen zurück. Nach dem für unser Vaterland so schmerzlichen Kriegsabschluß, wurde die Sängertätigkeit unter Präsident Philipp Schön IV. und Lehrer Weinsheimer als Dirigent wieder aufgenommen.

Gerade in dieser Zeit suchten viele Einwohner Abwechslung und Erholung im deutschen Lied und so kam es, dass der Verein einen gewaltigen Aufschwung erlebte. Das Jahr 1924 kam heran, in dem der Verein sein 80-jähriges Bestehen in Verbindung mit Gesangswettstreit feierte. An diesem waren 20 Vereine mit nahezu 950 Sängern beteiligt, die in 4 Klassen sangen. Noch im gleichen Jahr gründete sich aus Sängern des Vereins das Berdes-Quartett. Das 90-jährige Bestehen wurde im Jahre 1934 zusammen mit dem Soldatenverein gefeiert. in der Folge war der Verein an verschiedenen Wettstreiten mit gutem Erfolg beteiligt.
Im Jahre 1939 brach dann der 2. Weltkrieg aus, worauf im Jahre 1940 die aktive Vereinstätigkeit infolge Einberufung fast aller Sangesbrüder wiederum eingestellt werden musste. Auch aus diesem Krieg kehrten 12 treue Mitglieder nicht mehr zu uns zurück. Nach dem Zusammenbruch im Jahre 1945 wurde unser Verein genau wie auch alle anderen, von der Militärregierung aufgelöst und verboten. Aber sofort nachdem dieses Verbot aufgehoben wurde, fanden sich einige alte Mitglieder  zusammen und nahmen die Vereinstätigkeit wieder auf. An der Spitze dieser Männer stand unser damaliger Ehrenpräsident, Herr Philipp Schön IV., dem es auch zu verdanken ist, dass dem Verein der Flügel und das weitere Vereinsinventar, über die Kriegsjahre und dem Zusammenbruch erhalten blieb.
Ein 100-jähriges Bestehen konnte wegen des 2. Weltkrieges nicht gefeiert werden. Aus diesem Grunde wurde das 110-jährige Jubiläum vom 15. – 17. Mai 1954, verbunden mit einem Gesangwettstreit und Fahnenweihe festlich begangen. Die aktive Vereinstätigkeit hat bis heute einen merklichen Aufschwung zu verzeichnen. Ganz besonders kam dies I968 beim Wettstreit in Partenheim zum Ausdruck, wo der aktive Chor alle erreichbaren Preise erringen konnte.  Unser Verein ist Träger der ZeIter Plakette und hat heute 159 Mitglieder, davon 51 aktive.
Erwähnenswert ist, dass uns seit Jahren eine enge Freundschaft mit der Sängerrunde die "Vogelweider" aus Dornbirn/Österreich verbindet. Diese werden gemeinsam mit den "Bregenzerwälder Dorfmusikanten einen "Österreichischen Abend" im Festzelt veranstalten. Zum Schluss können wir  alle nur noch hoffen, dass unser 125-jähriges Jubiläum, verbunden mit einem Gesangswettstreit, für alle 21 daran beteiligten Vereine in jeder Hinsicht ein voller Erfolg sein wird.         




Präsidententafel

 

Schmidt, Karl        

1844 - 1866

Gilfrich, Peter

1866 - 1869

Rickerich, Jakob

1869 - 1877

Gilfrich, Peter

1877 - 1891

Köllstadt, Christoph

1891 - 1911

Schön, Philipp IV.

1911 - 1936

Kleila, Heinrich

1936 - 1938

Schön, Philipp IV.

1938 - 1947

Elbert, Philipp III.

1947 - 1964

Enk, Ernst-Ludwig

1963 - heute

Dirigententafel

 

Schmidt, Karl              

Lehrer  

1844 - 1866

Metzger, Philipp

Lehrer

1866 - 1890

Albrecht, Philipp

Lehrer

1890 - 1913

Weinsheimer, Hans

Lehrer

1913 - 1928

Klein, Johann

1928 - 1929

Traxel

Musiklehrer

1929 - 1929

Hessinger, Johann

Chorleiter

1929 - 1931

Krämer, August

Hauptlehrer

1931 - 1935

Stellwagen, Philipp

Musiklehrer

1935 - 1937

Göckel, Valentin

Chorleiter

1937 - 1939

Drahts, Willi

1947 - 1947

Betz, Hermann

Chorleiter

1947 - 1961

Stumpf, H.

Dipl.-Chorleiter

1961 - heute

 
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